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ETA 980

 

ETA 980ETA 980

Beschreibung

Das ETA 980 wurde einige Jahrzehnte lang produziert; die ältesten Versionen (vermutlich aus den 1940er Jahren) haben mit den modernsten Versionen zwar noch das Layout gemein, aber ansonsten gibt es kaum Gemeinsamkeiten:

alte Ausführungalte Ausführung

Die Schraubenunruh der hier gezeigten alten Version wurde später durch eine moderne schraubenlose Unruh ersetzt, aus den 15 Lagersteinen, die hier in der alten Version noch liebevoll eingefaßt wurden, sind in späteren Ausgaben 17 Steine geworden, die zusätzlichen zwei Steine wurden später im Minutenradlager (hier in der alten Version noch ein steinloses Bronzelager) und als Deckstein des Ankerrades verbaut.

GrundplatineGrundplatine

Die Grundplatine zeigt, daß alle wichtigen Lager mit Steinen ausgestattet sind. Die hier gezeigte moderne Ausführung ist mit ihrer rotgoldenen Farbe und Perlierung eine Augenweide.

RäderwerkRäderwerk

Das Räderwerk ist ganz klassisch konstruiert: Das zentrale Minutenrad wird direkt vom Federhaus angetrieben, und gefolgt Kleinbodenrad kommt anschließend das Sekundenrad bei 6 Uhr, auf das zifferblattseitig der dezentrale Sekundenzeiger aufgesetzt werden kann.

Seitenansicht des RäderwerksSeitenansicht des Räderwerks

Das Werk besitzt einen Durchmesser von 8 3/4 Linien, eine kleine Sekunde auf "6" und eine Schraubenunruh ohne langen Rückerzeiger. Auch eine Stoßsicherung gibt es in der alten Version noch nicht. Dafür wurde auf die Dekoration weit mehr Wert gelegt, die Brücken sind sauber angliert und selbst die Lagersteine wurden goldfarbig eingefaßt und erinnern ein wenig an Chatons.

In den neueren Versionen wurde dann eine schraubenlose Ringunruh verbaut, die in zwei Incabloc-Stoßsicherungslagern mit langsamen 18000 Halbschwingungen pro Stunde arbeitet und deren Spirale an einem beweglichen Spiralklötzchenträger montiert ist. Außerdem gibt es einen Lagerstein für das Minutenrad (nur werksseitig), sowie einen Deckstein für das Ankerrad.

montierte Ankerbrueckemontierte Ankerbruecke

Interessant ist, daß der Anker nicht unter einem Kloben gelagert ist, sondern unter einer auf beiden Enden verschraubten Brücke. 

Zifferblattseite, alte AusführungZifferblattseite, alte Ausführung

Zifferblattseitig wird selbstverständlich ein Kupplungsaufzug verwendet, allerdings fehlt in dem hier gezeigten Exemplar ein Stück der Winkelhebelfeder - ein Tribut an das Alter und den langjährigen Einsatz dieses Werks. Und wie bei alten Werken üblich, kann man hier noch eine Minuterie erkennen, die zum Justieren des Werks im noch nicht verbauten Zustand hilfreich war.

Das Werk, das vermutlich Ende der 40er Jahre debutierte, war in zwei Ausführungen erhältlich, bei der Version I hatte die Winkelhebelfeder ihr Öffnung Richtung "3", bei Version II Richtung "6". Leider fehlt genau diese Feder bei dem hier gezeigten Exemplar, daher ist keine eindeutige Idenfizierung mehr möglich.

ETA 980: ZifferblattseiteETA 980: Zifferblattseite

Die moderne Version unterscheidet sich zifferblattseitig nur in Details von der alten Ausführung, am auffälligsten sind sicherlich die Verwendung der Incabloc-Stoßsicherung und der Verzicht auf die Minuterie.

 

 

 

 Technische Daten

HerstellerETA
Kaliber980
Anzahl Steine15,17
HemmungSteinanker
UnruhNickel-Schraubenunruh, Nickel
Stoßsicherung(en)Incabloc,keine
Richtung UnruhklobenUhrzeigersinn
Spiralklötzchenträgerfest/beweglich
RegulierorganSpiralschlüssel
WerksaufbauAnker
Hemmungsrad, Sekundenrad, Kleinbodenrad, Minutenrad
Federhaus
AufzugstypKupplungsaufzug
Winkelhebelfeder3 Löcher
Ausstattungs
FunktionenStunde, Minute, kleine Sekunde
Halbschwingungen/Std.18000
Hebewinkel52°
Maße83/4''' (gemessen: 19,4 mm)
Abbildung im Flume Werksucher 1947 22
Inventarnummer 17045
ETA 980ETAETA9808 3/4''''''ETA 98015,17 Jewels, 8 3/4'''''', 18000 A/h, s
Datenblatt

 

 

 

Anwendungsgalerie

Rodana DamenuhrRodana Damenuhr Fortis Emerald HerrenuhrFortis Emerald Herrenuhr

 

 

 

Links

 

 

 

Das Werk in seiner neuesten (rotgoldenen) Ausführung samt Fortis-Herrenuhr ist eine Spende von G.Keilhammer. Ganz herzlichen Dank für die Unterstützung des Uhrwerksarchivs!