Bifora 2030 SC

 
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Bifora 2030 SC

Beschreibung

1940 lancierte Bifora (Bidlingmaier in Schwäbisch Gmünd) das zweite hauseigene Formwerk, das jetzt mit einer indirekten Zentralsekunde und einer KIF Protechoc Stoßsicherung ausgestattet war. Es besitzt mit 8 34 x 12 Linien dieselbe Größe wie sein Vorgänger, das Bifora 2025.

Auch dieses Werk ist wieder eine Pfeilerkonstruktion.

Grundplatine

Grundplatine

Alle kritischen Lager sind hier mit Lagersteinen ausgestattet.

Man sieht hier auch sehr schön die (leider gebrochene) Winkelhebelfeder des Wippenaufzugs, die sich nicht auf der Zifferblattseite, sondern auf der Werksseite befindet.

Raederwerk

Raederwerk

Der Räderwerksaufbau ist absolut klassisch, mit ungenutzter kleiner Sekunde auf “6” und großem, extra entnehmbaren Federhaus auf “12”. Das direkt angetriebene Minutenrad ist durchbrochen für die Sekundenwelle. Diese wird werksseitig über ein, auf dem Kleinbodenrad befindliches Rad angetrieben und wird mit Hilfe einer Blattfeder gelagert und durch minimalen Druck am Flattern gehindert.

Seitenansicht des Räderwerks

Seitenansicht des Räderwerks

Die in zwei KIF Protechoc-Stoßsicherungen gelagerte Schraubenunruh arbeitet mit zeitgemäßen langsamen 18000 Halbschwingungen pro Stunde und reguliert ein Palettenankerwerk nach schweizer Bauweise.

Bifora 2030 SC Zifferblattseite

Bifora 2030 SC Zifferblattseite

Zifferblattseitig erkennt man sehr schön das Gesperr, bestehend aus Sperrklinke und Sperrfeder, sowie den Wippenaufzug.

Im Labor

Das vorliegende Exemplar kam in relativ gutem Zustand ins Labor, leider war die verlängerte Welle des Kleinbodenrads bereits angebrochen, so daß sie beim Abheben des Triebrads für die Zentralsekunde brach. Der restlichen Funktion dieses Werks tat dies keinen Abbruch, auf einen Service wurde aber verzichtet.

Zeitwaagen-Ergebnis

Auf der Zeitwaage bot das Bifora 2030 SC das zu erwartende Bild einer lang genutzten, aber nicht gerade revidierten Uhr. Die Amplitude ist liegend noch in Ordnung, hängend bricht sie stark ein. Die Gangwerte streuen relativ stark, der massiven Ausreißer bei 9 Oben läßt sich nicht wirklich erklären, auch in anderen hängenden Lagen gab es zeitweise sehr starke Ausreißer (die die Zeitwaage teilweise überforderten), die aber nach geraumer Zeit auch wieder verschwanden. Ein Service und auch ein Tausch der Unruhwelle wären vermutlich angebracht.

horizontale Lagen
Zifferblatt oben +100 s/Tag 197° 1.9ms
Zifferblatt unten +24 s/Tag 186° 2.3ms
vertikale Lagen
Krone rechts (12 oben) -141 s/Tag 126° 2.8ms
Krone oben (3 oben) +50 s/Tag 124° 3.7ms
Krone links (6 oben) -35 s/Tag 145° 2.1ms
Krone unten (9 oben) -759 s/Tag 161° 2.6ms

Technische Daten

Hersteller:Bifora
Kaliber:2030 SC
Anzahl Steine:15
Hemmung:Anker
Unruh-Ausführungen: Nickel-Schraubenunruh
Stoßsicherung(en): KIF Protechoc
Unruhlagerung / Richtung Spirale:Uhrzeigersinn
beweglicher Spiralklötzchenträger:nein
Regulierorgan:Rückerzeiger mit langem Arm
Werksaufbau:
  • Anker
  • Ankerrad, Sekundenrad, Kleinbodenrad, Minutenrad, Federhaus
  • Zentralsekundentrieb
Bauweise:Pfeilerbauweise
Aufzugstyp:Wippenaufzug
Winkelhebelfeder:2 Loch/Löcher
Ausstattung:SCI
Funktionen:Stunde, Minute, Sekunde
Halbschwingungen pro Stunde:18000
Größe:8 3/4 x 12''' (gemessen: 20,0 x 24,5mm)
Produktionszeitraum:1940 - 1953
Literatur: Flume: K1 -
Inventarnummer:17001

Anwendungsgalerie

Bifora Herrenuhr

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