Rego 147

 
Rego 147

Rego 147

Beschreibung

Auch wenn es auf den ersten Blick völlig unverdächtig daher kommt, ist doch das 13 linige Rego 147 ein echtes Chronographenwerk, bei dem anders, als bei vielen Scheinchronographen, nicht das komplette Werk angehalten wird, wenn die Stoppfunktion ausgeführt wird, sondern nur die Chronographen-Zeiger. Und diese können sogar zurückgesetzt werden.

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Wenn der Übertragunghebel des Rückstellmechanismus entfernt ist, sieht man diesem Werk seine zusätzliche Funktionalität nicht mehr an.

Er soll übrigens durch seine Ausführung inkl. aufgenieteter Feder so funktionieren, dass er nur, wenn der Start-Stop-Hebel, dessen Stop-Funktion auf 2 Uhr (werksseitig 10 Uhr) ist, gedrückt ist, er nach unten “fällt” und erst beim zweiten Eindruck auf der Stopp-Drücker bei 2 Uhr reagiert.

Hört sich kompliziert an, funktioniert in der Praxis auch so gut wie gar nicht…

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Wenn der Übertragunghebel des Rückstellmechanismus entfernt ist, sieht man diesem Werk seine zusätzliche Funktionalität nicht mehr an.

Er soll übrigens durch seine Ausführung inkl. aufgenieteter Feder so funktionieren, dass er nur, wenn der Start-Stop-Hebel, dessen Stop-Funktion auf 2 Uhr (werksseitig 10 Uhr) ist, gedrückt ist, er nach unten “fällt” und erst beim zweiten Eindruck auf der Stopp-Drücker bei 2 Uhr reagiert.

Hört sich kompliziert an, funktioniert in der Praxis auch so gut wie gar nicht…

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Wenn der Übertragunghebel des Rückstellmechanismus entfernt ist, sieht man diesem Werk seine zusätzliche Funktionalität nicht mehr an.

Er soll übrigens durch seine Ausführung inkl. aufgenieteter Feder so funktionieren, dass er nur, wenn der Start-Stop-Hebel, dessen Stop-Funktion auf 2 Uhr (werksseitig 10 Uhr) ist, gedrückt ist, er nach unten “fällt” und erst beim zweiten Eindruck auf der Stopp-Drücker bei 2 Uhr reagiert.

Hört sich kompliziert an, funktioniert in der Praxis auch so gut wie gar nicht…

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Wenn der Übertragunghebel des Rückstellmechanismus entfernt ist, sieht man diesem Werk seine zusätzliche Funktionalität nicht mehr an.

Er soll übrigens durch seine Ausführung inkl. aufgenieteter Feder so funktionieren, dass er nur, wenn der Start-Stop-Hebel, dessen Stop-Funktion auf 2 Uhr (werksseitig 10 Uhr) ist, gedrückt ist, er nach unten “fällt” und erst beim zweiten Eindruck auf der Stopp-Drücker bei 2 Uhr reagiert.

Hört sich kompliziert an, funktioniert in der Praxis auch so gut wie gar nicht…

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Übertragunghebel zum RÜckstellmechanismus entfernt

Wenn der Übertragunghebel des Rückstellmechanismus entfernt ist, sieht man diesem Werk seine zusätzliche Funktionalität nicht mehr an.

Er soll übrigens durch seine Ausführung inkl. aufgenieteter Feder so funktionieren, dass er nur, wenn der Start-Stop-Hebel, dessen Stop-Funktion auf 2 Uhr (werksseitig 10 Uhr) ist, gedrückt ist, er nach unten “fällt” und erst beim zweiten Eindruck auf der Stopp-Drücker bei 2 Uhr reagiert.

Hört sich kompliziert an, funktioniert in der Praxis auch so gut wie gar nicht…

Grundplatine

Grundplatine

Das Werk ist ein einfaches Roskopf-Pfeilerwerk ohne Lagersteine.

Zahlreiche Achsen, v.a. die der Stopp-Kadratur sind vernietet und daher nicht (oder nicht zerstörungsfrei) von der Grundplatine zu entfernen.

Ebensowenig läßt sich das Hebelwerk des Stoppmechanismus entfernen. Es sorgt dafür, dass das Sekundenrad (das sich bei einem Roskopf-Werk entgegen dem Uhrzeigersinn dreht (zifferblattseitig gesehen) an das zentrale Stopp-Sekundenrad angedockt wird und dieses antreibt, oder aus dem Fluß nimmt.

Räderwerk mit Federhaus

Räderwerk mit Federhaus

Wie bei einem Roskopfwerk üblich, überragt das große Federhaus die Werksmitte. Das Stoppsekundenrad im Zentrum ist daher werksseitig fliegend gelagert, und deswegen mit dem Sekundenrohr so vernietet, dass es weder herausfallen, noch entfernt werden kann.

Räderwerk

Räderwerk

Mit Ausnahme der Stopp-Kadratur ist der Räderwerksaufbau typisch für ein Roskopf-Werk: Das Federhaus treibt das sehr große Kleinbodenrad an, gefolgt vom Sekundenrad und dem Stahl-Ankerrad, das mit beachtlichen 18 Zähnen aufwartet.

Diese Konstruktion ermöglicht es, mit einem Zahnrad weniger auszukommen und Kosten zu sparen.

Die Eingriffstiefe des Stiftankers kann durch Verbiegen(!) des u-förmig ausgeschnittenen Lagers erreicht werden.

Als Unruh kommt eine, natürlich noch nicht stoßgesicherte, schraubenlose Ringunruh mit drei Schenkeln und Finger zum Einsatz. Sie arbeitet mit, für Roskopf-Werken üblichen 17280 Halbschwingungen pro Stunde und kann über einen langen Rückerzeiger reguliert werden. Lagersteine sucht man leider auch beider Unruh vergebens.

Seitenansicht des Räderwerks

Seitenansicht des Räderwerks

In der Seitenansicht läßt sich gut erkennen, wie das Sekundenrad in den Eingriff mit dem zentralen Stoppsekundenrad gelangt.

Zum Auskuppeln wird das untere (also zifferblattseitige) Lager ein klein in Richtung Werk-Rand verschoben, das Rad ist dadurch leicht schief gelagert, eine etwas hemdsärmelige, aber durchaus effektive Lösung.

Das Stopp-Minutenrad ist direkt mit dem Federhaus verbunden und wird, wenn die Stoppfunktion angehalten ist, lediglich gebremst, indem der untere Doppelhebel (auf dem Bild vorher bei 1 Uhr zu sehen, im Normalfall allerdings weiter eingekuppelt und fast direkt an der Werksachse zu finden) gegen das Stoppherz drückt und damit die sehr leicht ausgeführte Rutschkupplung dieses Rads anhält. In der Praxis funktioniert dies aufgrund der hohen Fertigungstoleranzen nur bedingt, oft wird das Rad zu früh, oder zu spät angehalten.

Im normalen Stoppuhrbetrieb führt diese Konstruktion zu dem Kuriosum, dass wenn die Stoppfunktion läuft und die Uhrzeit verstellt wird, auch die Stoppminute geändert wird, weil das Federhaus eines Roskopf-Werks ein mit einer Rutschkupplung versehnes doppeltes Rad auf dem Werksboden besitzt, und dieses treibt, wie gesagt, auch die Stoppminute an.

Seitenansicht des Räderwerks

Seitenansicht des Räderwerks

Leider läßt sich der Rückstellmechanismus nicht fotografieren, er funktioniert auch nicht wirklich zuverlässig und muß oft mehrfach betätigt werden.

Generell wird die Stoppfunktion durch Betätigung des unteren Drückers gestartet. Angehalten wird sie mit dem oberen Drücker.

Nun kann man entweder wieder den unteren Drücker betätigen, und die Stoppuhr weiterlaufen lassen, oder man betätigt den oberen Drücker erneut und setzt (mit etwas Glück) die Stoppzeiger auf 0 zurück.

Chronographenmechanismus

Chronographenmechanismus

Mit dem unteren Hebel (auf 4 Uhr, zifferblattseitig gesehen) wird der Stoppmechanismus gestartet. Der Hebel des Sekundenrads fällt dadurch nach oben (bis zum Anschlag, der mit der fast rechteckigen Schraube bei 7 Uhr justiert wird) und läßt das Sekundenrad zum Eingriff mit dem Zentralsekundenrad kommen.

Beim Druck auf den oberen Hebel (2 Uhr, zifferblattseitig) wird der Sekundenradhebel wieder in seine Ausgangsposition gedrückt, wie auf dem Foto sichtbar, und das Sekundenrad wird vom Zentrumssekundenrad ausgekuppelt.

Wird in dieser Position der Rückstellhebel, dessen Achse der obere der beiden Stifte am unteren Ende ist, Richtung Außenrand des Werks gedrückt, so fällt der Hebel, der oben, bei 2 Uhr, in einem Schlitz des Pfeilers gelagert ist, Richtung Werkmitte, bis er die beiden Stopp-Herzen zurückstellt, so, wie am Foto zu sehen.

leere Zifferblattseite

leere Zifferblattseite

Auf der noch leeren Zifferblattseite erkennt man sehr gut die beiden Räder auf dem Federhaus, die mit selbigen über eine Rutschkupplung verbunden sind und gleichzeitig Minutenrad und Stundenrad antreiben. Ein eigenes Wechselrad ist daher nicht nötig.

Federhaus

Federhaus

Interessanterweise verwendet das Rego 147 bereits einen Kupplungsaufzug, gut zu sehen bei 3 Uhr. Der Winkelhebel ist werksseitig montiert und wird mit einer fliegend gelagerten Feder in der gewünschten Position gehalten. Die Montage dieser Feder, die unter der großen silbernen Abdeckung liegt, läßt jeden Uhrmacher fluchen!

Das Unruhlager ist leider nur mit einem Metallplättchen bedeckt.

Rego 147: Zifferblattseite

Rego 147: Zifferblattseite

Auf 7 Uhr sieht man das Lager des dezentralen Sekundenzeigers. Der Sekundenzeiger wird über das verschiebbare Sekundenrad bei 8 Uhr angetrieben.

Fazit

So interessant dieses Werk auch erscheinen mag, technisch ist es ein Alptraum, weil die Fertigungstoleranzen so gigantisch sind, dass es praktisch unmöglich ist, eine einwandfreie Funktion zu garantieren.

Kein Wunder, dass dieses Werk mit seinem Rückstellmechanismus nur selten zu finden ist, und vermutlich nur kurze Zeit gebaut wurde. Sein Pendant mit 6-Stunden-Hilfszifferblatt auf 8 Uhr und ohne Rückstellmöglichkeit ist dagegen ungleich öfter zu finden, nur ist das dann eben kein richtiger Chronograph.

Technische Daten

Hersteller:Rego
Kaliber:147
Größe:13''' (gemessen: 29,4mm)
Halbschwingungen pro Stunde:17280
Hemmung:Stiftanker
Unruh-Ausführungen: Monometallische Ringunruh (dreischenklig)
Stoßsicherung(en): keine
Unruhlagerung / Richtung Spirale:Gegenuhrzeigersinn
beweglicher Spiralklötzchenträger:nein
Regulierorgan:Rückerzeiger mit langem Arm
Werksaufbau:
  • Anker
  • Ankerrad (Hemmungsrad), Sekundenrad, Kleinbodenrad, Großbodenrad, Federhaus
Bauweise:Pfeilerbauweise
Aufzugstyp:Kupplungsaufzug
Ausstattung:
  • s (dezentrale Sekunde)
  • CHR (Chronograph)
Referenzen: Feilner: 49 5147
Flume: 1957 52
Inventarnummer:21027

Anwendungsgalerie

Cimier Chronograph Herrenuhr

Cimier Chronograph Herrenuhr

Dieses Werk samt Uhr wurde dem Uhrwerksarchiv von Wilfried überlassen. Ganz herzlichen Dank für die tolle Unterstützung.