Smiths PY Empire

 
Smiths PY Empire |

Smiths PY Empire

Beschreibung

Aus einem “Yankee”-Ingersoll-Kaliber aus den 1890er Jahren entstand gegen Mitte des letzten Jahrhunderts das englische, nicht weniger simple Taschenuhrkaliber Smiths PY Empire mit einer Größe von 19 Linien.

Es wurde von der Anglo-Celtic Watch Factory produziert, die 1946 als eine Art Joint Venture zwischen Smiths Industries und Ingersoll ins Leben gerufen wurde und zur größten britischen Uhrenfabrik wurde, bis sie 1980 die Produktion einstellte.

Smiths PY Empire: Grundplatine

Grundplatine

Die Grundplatine dieses Pfeilerwerks ist nur gestanzt. Es gibt keinerlei Steine in diesem Werk, alle Lager sind nur einfache Bohrungen.

Smiths PY Empire: Räderwerk

Räderwerk

Das Räderwerk ist konventionell konstruiert, das Federhaus (bei 2 Uhr - man sieht hier gut das Lager) treibt das zentrale Minutenrad an, gefolgt vom Kleinbodenrad, Sekundenrad auf 6 Uhr und dem Ankerrad.

Auch der Stiftanker ist unter derselben, einzigen, Platine gelagert.

Da Smiths PY Empire besitzt eine indirekte Zentralsekundenanzeige, angetrieben von einem Rad, das sich auf der werksseitigen Achse des Kleinbodenrads befindet.

Smiths PY Empire: Seitenansicht des Räderwerks

Seitenansicht des Räderwerks

Als Unruh kommt eine zweischenklige, schraubenlose Ringunruh zum Einsatz, die körnergelagert ist. Das werksseitige Körnerlager ist dabei höhenverstellbar.

Mit Hilfe eines langen Rückerzeigers kann die Schlagzahl (wahrscheinlich. 14.400 Halbschwingungen pro Stunde - mit dem vorliegenden Exemplar war das nicht hinreichend sicher zu ermitteln) justiert werden.

Smiths PY Empire: Innenseite Räderwerksbrücke

Innenseite Räderwerksbrücke

Das Gesperr befindet sich auf der Innenseite der Räderwerksbrücke, ebenso die Unruh.

Smiths PY Empire: Werk ohne Federhaus

Werk ohne Federhaus

Wie man sieht, kann das Federhaus einzeln entnommen werden. Im Falle einer gebrochenen Feder eine sehr praktische Sache.

Smiths PY Empire: Federhaus

Federhaus

Das Federhaus besitzt auf seiner Oberseite das Sperrrad, das denselben Durchmesser hat, wie der untere Zahnkranz des Federhauses.

Smiths PY Empire: Werk ohne Federhausbrücke

Werk ohne Federhausbrücke

Der Grund dafür ist, dass es eine kleine Federhausbrücke gibt, auf der sich, vernietet, das Kronrad befindet. Es befindet sich im Eingriff mit dem Federhaus und mit dem Aufzugverbindungsrad.

Wenn die Kronenwelle gedrückt wird, oder die Krone im Gegenuhrzeigersinn gedreht wird, sorgt die Breguetkupplung am unteren Ende der Kronenwelle dafür, dass die Krone ausgekuppelt wird, also das Aufzugverbindungsrad durch den Schiebetrieb nicht mehr bewegt wird.

Smiths PY Empire: Innenseite Federhausbrücke

Innenseite Federhausbrücke

Wenn die Krone hineingedrückt wird, greift das obere, fest mit der Aufzugswelle verbundene Zeigerstellrad zifferblattseitig in den groben Zeigerstellmechanismus ein. Dieser sogenannte negative Aufzug ist typisch für solche sehr einfachen Taschenuhrwerke amerikanischen Ursprungs.

Smiths PY Empire: Smiths PY Empire: Zifferblattseite

Smiths PY Empire: Zifferblattseite

Zifferblattseitig erkennt man, wie gesagt, das höhenverstellbare Körnerlager für die Unruh.

Technische Daten

Hersteller:Smiths
Kaliber:PY Empire
Größe:19''' (gemessen: 45,4mm)
Hemmung:Stiftanker
Unruh-Ausführungen:Monometallische Ringunruh (zweischenklig)
Stoßsicherung(en):keine
Unruhlagerung / Richtung Spirale:Gegenuhrzeigersinn
beweglicher Spiralklötzchenträger:nein
Regulierorgan:Rückerzeiger mit langem Arm
Werksaufbau:
  • Anker, Ankerrad (Hemmungsrad), Sekundenrad, Kleinbodenrad, Minutenrad
  • Federhaus
Bauweise:Pfeilerbauweise
Aufzugstyp:spezieller Aufzugstyp
Ausstattung:
  • SCI (indirekte Zentralsekunde)
Referenzen:Flume: K2 -
Inventarnummer:24035

Anwendungsgalerie

Smiths PY Empire: Smiths Empire Taschenuhr

Smiths Empire Taschenuhr

Dieses Werk samt Uhr ist eine Spende von Jake R. Kaywell an das Uhrwerksarchiv. Ganz herzlichen Dank für die tolle Unterstützung!