Zaria 2602

Zwezda, Zaria 1802

 
Zaria 2602 |

Zaria 2602

Beschreibung

Zaria 2602: Container

Container

Das 7 3/4 x 11 Linien messende, tonneauförmige Handaufzugswerk, das gegen Schmutz und laienhafte Reparaturversuche in einem verschraubten Container gesichert ist, und ein Lizenznachbau des Lip T18 ist, war das erste reinrassige Armbanduhren-Kaliber aus sowjetischer Produktion.

Über seine genaue Bezeichnung herrscht Uneinigkeit. In russischen Datenblättern und gängigen Werksuchern wird es als Zaria 2602 geführt, rein von der Nomenklatur her, und auch in anderer Literatur wird das 18mm breite Werk als Zaria 1802 benannt.

Zaria 2602: Grundplatine

Grundplatine

Die tonneauförmige Ausführung erlaubt ein besonders großes Federhaus und eine große Schraubenunruh. Beides wirkt sich positiv auf die Gangreserve und auf die Ganggenauigkeit aus.

Natürlich sind bei diesem Werk alle wichtigen Lager mit Steinen versehen, die Ausführung entspricht dem Lip-Original, mit dem Unterschied, dass es einen zusätzlichen Ausschnitt bei der Ankergabel gibt.

Zaria 2602: Räderwerk

Räderwerk

Das Räderwerk ist wieder klassisch aufgebaut, das große Federhaus treibt das zentrale Minutenrad direkt an, gefolgt von Kleinbodenrad, dezentralem Sekundenrad auf 6 Uhr und Ankerrad. Die letzten drei liegen hierbei auf einer Linie.

Zaria 2602: Lateral-Anker

Lateral-Anker

Technisch interessant ist der verwendete Lateral-Anker, dessen Gabel einseitig-längs und nicht senkrecht-symmetrisch angebracht ist. Traditionell sind die Ankerpaletten, mit denen er arbeitet.

Zaria 2602: Seitenansicht des Räderwerks

Seitenansicht des Räderwerks

Als Unruh wurde eine große monometallische Schraubenunruh verwendet, die noch nicht stoßgesichert ist, und anders als beim Original deutlich weniger filigran verarbeitet ist.

Trotzdem besitzt auch die russische Ausführung eine Spirale mit Breguet-Endkurve, mit der sich mit dem langen Rückerzeiger der Gang der 18.000 Halbschwingungen pro Stunde recht genau einstellen läßt.

Zaria 2602: Innenseite Federhausbrücke

Innenseite Federhausbrücke

Eine kleine, für den Uhrmacher aber sehr praktische Lösung findet man auf der Innenseite der Federhausbrücke: Die Sperrfeder, die auf das Gesperr einwirkt, hier von den Innenseite, ist mit einer Schraube gegen Fortfliegen gesichert.

Zaria 2602: Zaria 2602: Zifferblattseite

Zaria 2602: Zifferblattseite

Zifferblattseitig fällt natürlich wieder die gigantische Winkelhebelfeder auf, die besonders massiv ausgeführt und damit robust genug auch für gröbere Einsätze ist.

Was bei diesem Werk immer etwas verwundert, ist die Position der dezentralen Sekundenanzeige, weil diese sich besonders nah an der Werksmitte befindet.

Auch etwas ungewöhnlich ist der dicke Schutzkloben für das Wechselrad, aber auch dieser trägt wieder zum Stabilität und Alltagstauglichkeit dieses Werks bei.

Technische Daten

Hersteller:Zaria
Kaliber:2602 (Zwezda, Zaria 1802)
Basiskaliber:Lip T18
Größe:7 3/4 x 11''' (gemessen: 18,0 x 28,4mm)
Höhe:3,88mm
Halbschwingungen pro Stunde:18000
Anzahl Steine:15
Hemmung:Anker
Unruh-Ausführungen:Monometallische Schraubenunruh (zweischenklig)
Stoßsicherung(en):keine
Unruhlagerung / Richtung Spirale:Uhrzeigersinn
beweglicher Spiralklötzchenträger:nein
Regulierorgan:Breguet-Spirale, Rückerzeiger mit langem Arm
Werksaufbau:
  • Anker
  • Ankerrad (Hemmungsrad), Sekundenrad, Kleinbodenrad, Minutenrad
  • Federhaus
Bauweise:Massivbau
Aufzugstyp:Kupplungsaufzug
Winkelhebelfeder:2 Löcher
Befestigung Winkelhebel:geschraubt
Ausstattung:
  • s (dezentrale Sekunde)
Referenzen:Flume: K3 89
Inventarnummer:24044

Anwendungsgalerie

Zaria 2602: Penza Offiziersuhr

Penza Offiziersuhr

Zaria 2602: Zwezda Damenuhr

Zwezda Damenuhr

Zwezda-Damenuhr und Werk sind eine Spende von Jake R.Kaywell an das Uhrwerksarchiv. Ganz herzlichen Dank für die tolle Unterstützung!