Beschreibung
1952 lancierte ETA eines der erfolgeichsten und modernsten Damenautomaticwerke.
Mit gerade einmal 7 3/4 Linien Durchmesser war es wahrlich winzig, dafür aber umso besser ausgestattet. Automaticaufzug, Zentralsekunde und eine Datumsanzeige waren seinerzeit geradezu luxuriös und nur sehr wenige Hersteller konnten damals mit solch einer umfassenden Ausstattung aufwarten. Der kleine Nachteil davon war die, mit 5.6mm doch recht große Bauhöhe, die wegen des kleinen Durchmessers zu ein wenig plump aussehenden Uhren führte.
Das ETA 2369 wurde 14 Jahre lang produziert, bis es 1966 durch das nur unwesentlich veränderte ETA 2551 denselben Aufbau nutzen und nur in Details, wie der höheren Schlagzahl, verändert wurden. Der prinzipelle Aufbau mit direkt angetriebenem Zentralsekundenzeiger und indirektem Minutenantrieb bliebt über all die Jahre gleich.
Diese geniale Konstruktion Anfang der 50er Jahre kann somit gar nicht hoch genug eingeschätzt werden!
In den 14 Jahren Bauzeit wurde das Werk behutsam modernisiert, so wurden nicht benötigte “Schmucksteine” des Räderwechslers weggelassen, vor allem aber wurde die Schraubenunruh in eine schraubenlose Ringunruh gewandelt und aus dem einst festem Spiralklötzchenträger am Unruhkloben wurde ein moderner beweglicher Spiralklötzchenträger.
Der Räderwerksaufbau erfolgte nach modernsten Erkenntnissen. Die Zentralsekunde befindet sich im direkten Kraftfluß und der Minutenzeiger wird über das außermittig gelagerte Großbodenrad angetrieben. Das Minutenrohr ist ETA-typisch mit großem, verstellbaren Zahnrad konstruiert.
Selbstverständlich sind sämtliche Lager mit Steinen versehen und die Unruh läuft in zwei Incabloc-Stoßsicherungslagern; der bewegliche Spiralschlüssel ist an einem kurzen Rückerzeiger montiert und wird an Ort und Stelle, wo er unter der Automaticplatine herausragt, reguliert.
Der Automaticmechanismus besteht aus dem ETA-typischen Klinkenwechsler, mit dessen Hilfe der Rotor in beiden Richtungen die Zugfeder über ein zweistufiges Getriebe aufzieht.
Bei händischem Aufzug koppeln die Klinkenpaare der Wechselräder den Rotor ab.
Zifferblattseitig wird selbstverständlich ein Kupplungsaufzug verwendet. Die Datumsanzeige schaltet langsam, kann aber durch Vor- und Zurückdrehen halbschnell korrigiert werden - das war seinerzeit der übliche Korrekturmechanismus.
Technische Daten
| Hersteller: | ETA |
| Kaliber: | 2369 |
| Größe: | 7 3/4''' |
| Halbschwingungen pro Stunde: | 18000 |
| Hebewinkel: | 51° |
| Anzahl Steine: | 21/25 |
| Hemmung: | Anker |
| Unruh-Ausführungen: | Nickel-Schraubenunruh Nickel-Ringunruh |
| Stoßsicherung(en): | Incabloc |
| Unruhlagerung / Richtung Spirale: | Gegenuhrzeigersinn |
| beweglicher Spiralklötzchenträger: | nein/ja |
| Regulierorgan: | Spiralschlüssel |
| Werksaufbau: |
|
| Aufzugstyp: | Kupplungsaufzug |
| Ausstattung: |
|
| Produktionszeitraum: | 1952 - 1966 |
| Referenzen: | Flume: 1962 100 |
| Erwähnung in Artikeln (Jahre): | 1964 - 1971 |
Weitere Werke von ETA
- ETA 213
- ETA 355
- ETA 361
- ETA 372
- ETA 406
- ETA 415
- ETA 583
- ETA 651
- ETA 735
- ETA 746
- ETA 761
- ETA 853
- ETA 932
- ETA 980
- ETA 1080
- ETA 1081
- ETA 1150
- ETA 1170
- ETA 1190
- ETA 1218
- ETA 1256
- ETA 1301
- ETA 2340
- ETA 2345
- ETA 2360
- ETA 2363
- ETA 2365
- ETA 2370
- ETA 2390
- ETA 2410
- ETA 2412
- ETA 2442
- ETA 2451
- ETA 2452
- ETA 2454
- ETA 2472
- ETA 2487
- ETA 2512
- ETA 2512-1
- ETA 2540
- ETA 2541
- ETA 2551
- ETA 2620R
- ETA 2650
- ETA 2651
- ETA 2661
- ETA 2671
- ETA 2772
- ETA 2783
- ETA 2824-2
- ETA 2840
- ETA 2842
- ETA 2873
- ETA 9361 = ESA 9361






